Enrofloxacin ist ein Breitband-Bakterizid für Tiere aus der Gruppe der Fluorofenolone. Es wirkt gegen Escherichia coli, Salmonella, Klebsiella, Brucella, Pasteurella, Actinobacillus pleuropneumoniae, Erysipel, Proteus, Serratia marcescens, Corynebacterium pyogenes, Portella septicarum und Staphylococcus aureus, Mykoplasmen, Chlamydien usw., hat jedoch eine schwache Wirkung gegen Pseudomonas aeruginosa und Streptokokken sowie eine geringe Wirkung gegen anaerobe Bakterien. Bei empfindlichen Bakterien zeigt es eine ausgeprägte antibakterielle Nachwirkung.
Dieses Produkt wird nach intramuskulärer Injektion schnell und vollständig resorbiert. Die Bioverfügbarkeit beträgt 91,9 % bei Schweinen und 82 % bei Milchkühen. Es verteilt sich weit im Körper und dringt leicht in Gewebe und Körperflüssigkeiten ein. Mit Ausnahme der Zerebrospinalflüssigkeit ist die Wirkstoffkonzentration in fast allen Geweben höher als im Blut. Der Leberstoffwechsel umfasst hauptsächlich die Abspaltung der Ethylgruppe des 7-Crosin-Rings, wodurch Ciprofloxacin entsteht. Anschließend erfolgt eine Oxidation und Glucuronidierung. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Nieren (durch tubuläre Sekretion und glomeruläre Filtration), wobei 15–50 % unverändert im Urin ausgeschieden werden. Die Eliminationshalbwertszeit variiert stark zwischen verschiedenen Tierarten und Applikationswegen. Die Eliminationshalbwertszeit nach intramuskulärer Injektion beträgt …
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: (1) Dieses Produkt hat einen synergistischen Effekt bei gleichzeitiger Anwendung mit Aminozuckern oder Breitspektrum-Penicillin. (2) Schwermetallionen wie Ca²⁺, Mg²⁺, Fe und Al können bei Kindern mit diesem Produkt interagieren und die Resorption beeinträchtigen. (3) Bei gleichzeitiger Anwendung mit Theophyllin und Koffein kann die Plasmaproteinbindung verringert sein, die Konzentration von Theophyllin und Koffein im Blut abnormal ansteigen und es können sogar Symptome einer Theophyllinvergiftung auftreten. (4) Dieses Produkt hemmt Leberenzyme und kann die Clearance von Arzneimitteln, die hauptsächlich in der Leber verstoffwechselt werden, verringern.
Funktion und Anwendung: Flufenolon-Antibiotika. Wird zur Behandlung von bakteriellen Erkrankungen und Mykoplasmeninfektionen bei Nutz- und Geflügeltieren eingesetzt.
Veröffentlichungsdatum: 26. April 2024 | 1 Aufruf


